Institut für Evangelische Theologie

Dr. Britta Konz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kirchengeschichte und Jüdische Studien

Dr. Britta Konz

Dienstadresse:

Institut für Evangelische Theologie
und Religionspädagogik
Fakultät IV
D-26111 Oldenburg

Büro:
Campus Haarentor
Gebäude A06
Raum: A06 1-118

Sprechstunde

Kontakt:
Tel.: *(0)441/798-4337 
Fax: *(0)441/798-5833 (Sekr.)

E-Maill:   
britta.konz(Klammeraffe)uni-oldenburg.de



Zur Person

Seit Oktober 2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

August 2004 bis Januar 2005 Teilnahme an der Ausbildungsphase "Pädagogik" der Vikarsausbildung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Januar 2005 Abschluss der Praktischen Probe Religionspädagogik, August 2004 – September 2005 Unterricht an der Grundschule Bremer Heerstraße, Oldenburg-Osternburg.

1999 – 2004 Promotion in Heidelberg (bei Prof. Dr. J. Thierfelder), 1999-2001 Förderung durch das DFG Graduiertenkolleg "Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse. Dimensionen von Erfahrung" der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main und der Universität Kassel, Juli 2004 Abschluss des Promotionsverfahrens im Fach Kirchengeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem ,"Hanna-Jursch-Preis" der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und dem "Leonore-Siegele-Wenschkewitz-Preis" des Vereins zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V.

August - September 2000 Forschungsaufenthalt in New York, USA.

1992-1999 Studium der ev. Theologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main und der Ruprecht Karls Universität Heidelberg, 1999 Diplom der Ev. Theologie.

1991 Studium der Germanistik, Romanistik und ev. Theologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Auszeichnungen / Stipendien

Auszeichnung der Dissertation mit dem ,"Hanna-Jursch-Preis" der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zur Förderung herausragender wissenschaftlich-theologischer Arbeiten aus der Perspektive von Frauen (Dezember 2005).

Auszeichnung der Dissertation mit dem "Leonore-Siegele-Wenschkewitz-Preis" des Vereins zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. (November 2005). 

Stipendiatin der DFG im Rahmen des interdisziplinären Graduiertenkollegs "Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse. Dimensionen von Erfahrung" der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main und der Universität Kassel (Oktober 1999 - Oktober 2001).

Stipendiatin des Evangelischen Studienwerkes Villigst (Oktober 1993 - Februar 1999).

Gremienarbeit und Mitgliedschaften

Vorsitzende der Vorauswahlkommission Oldenburg des Evangelischen Studienwerkes Villigst (seit 2007).

Mitglied der Europäischen Gesellschaft für die theologische Forschung von Frauen (ESWTR) (seit 2007).

Stellvertretendes Mitglied der Studienkommission der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (seit 2006).

Dezentrale Frauenbeauftragte des Instituts für Ev. Theologie und Religionspädagogik (seit 2006).

Mitglied im Arbeitskreis "Jüdische Wohlfahrtspflege" (seit Oktober 2002).

Mitglied im Auswahlgremium des DFG-Graduiertenkollegs "Öffentlichkeiten und Geschlechterdifferenzen" (seit 2000).

Mitglied der Frauenkommission des Fachbereichs Ev. Theologie der Universität Heidelberg, u.a. Erstellung des Frauenförderplans (1995-1998).

Forschungsschwerpunkte

Kirchengeschichtsdidaktik

Vom Umgang mit Geschichte und Erinnerung in Judentum und Christentum – Perspektiven für den Religionsunterricht (aktuelles Habilitationsprojekt)

Geschichte der religiösen Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert

Jüdische Religion und jüdisch-christlicher Dialog in historischer Perspektive

Geschichte der Wohltätigkeitsarbeit/ Diakonie

Christlicher Widerstand in der DDR und die friedliche Revolution von 1989

Die Frage nach dem Menschenbild in modernen Medien.

Habilitationsprojekt (laufend)

Kirchengeschichtsdidaktik. Zur Notwendigkeit von Geschichte und Erinnerung im Religionsunterricht (Arbeitstitel)

Kirchengeschichte ist noch immer ein Desiderat innerhalb der Religionspädagogik. In der Fachdiskussion der vergangenen Jahre wurde die Bedeutung von Kirchengeschichte für den Religionsunterricht und das didaktische Arbeiten an kirchengeschichtlichen Themen im Religionsunterricht eher am Rande reflektiert. Die wenigen bisher vorliegenden Beiträge konzentrieren sich zumeist auf die Frage einer zeitgemäßen Vermittlung kirchengeschichtlicher Inhalte. Didaktisch wohl die größte Herausforderung besteht meiner Ansicht nach jedoch nicht so sehr darin, Kindern und Jugendlichen möglichst anschaulich Wissen über Geschichte zu vermitteln, sondern sie dazu zu befähigen, mit dem erlernten Wissen über Geschichte umzugehen, den Stellenwert von Geschichte für ihr Leben zu erfassen und ihr "Leben mit Geschichte" sinnbringend und verantwortungsvoll zu gestalten.

Hier stellt die jüdisch-christliche Tradition wertvolle Ressourcen bereit, die noch gar nicht voll ausgeschöpft wurden. Judentum und Christentum sind "Erinnerungs- und Erzählgemeinschaften"1), die eine bestimmte Form des Gedenkens hervorgebracht haben und damit die Gegenwartskultur sinnbringend bereichern. In meiner Habilitation möchte ich aufzeigen, inwiefern die im Erleben von Geschichte als "Geschichte Gottes mit den Menschen" entstandene jüdisch-christliche Tradition zu einem konstruktiv-kritischen Umgang mit Geschichte und Erinnerung befähigen kann.

1) Metz, J.-B., Metz, Johann, B., Glaube in Geschichte und Gesellschaft. Studien zu einer praktischen Fundamentaltheologie, Mainz 1977, S. 165.